Die alte Trash-Mär: zum Zwecke der Forschung mixt ein genialer Wissenschaftler seine Gene mit denen eines Tieres. Das Ergebnis: schreiende Frauen, verängstigte Kinder, vor sich hin blubbernde Gesichter. Das Drama kann beginnen.
Dr. Peter Houseman hat nicht nur einen äußerst exquisiten Modegeschmack, sondern auch noch ein Hirn so groß wie Mosambik. Durch dieses riesige Gehirn flitzen so einige wegweisende Ideen – meistens halten ihn mickrige Forschungsgelder davon ab sie umzusetzen – doch diesmal kann er seine geringen Mittel dazu nutzen, sie in die Wirklichkeit zu transferrieren.
Er arbeitet an der Entschlüsselung der menschlichen DNA – mit dem Ziel den Alterungsprozess zu stoppen! Da bekanntermaßen Reptilien über eine recht lange Lebenszeit verfügen, wäre es doch eine unglaublich pfiffige Idee, einfach die DNA eines Reptils mit der eines Menschen zu verbinden. Jetzt könnte man meinen, dass dies nicht so einfach geht – jedenfalls nicht nach dem Motto „In einem Topp kommt alles rein, wird zusammengematscht und die Soße dann gespritzt“ – aber falsch gedacht. Denn genau so einfach ist das. Diese Idee ist natürlich genial – leider ist Houseman nebenbei Professor und an die ethischen Grundsätze seiner Universität gebunden (Laaaangweilig!) – und der Förderausschuß versteht keinen Spaß, schon gar nicht mit Genexperimenten.
Doch Houseman weiß natürlich, nur die Harten kommen in den Garten. Also probiert er sein Gemisch in einem Augenblick der brundle’schen Selbstüberschätzung an sich selber aus. Hätte er es lieber sein gelassen. Anfänglich schien sich seine Vermutung zu bestätigen, doch schon bald geht das gesamte Experiment nach hinten los. Seine Haut altert rapide und seine Kontaktlinsen…ach, ne…seine Augen sind jetzt…naja, grün eben.
Der schockierte Leser wird sich nun fragen, wohin dieser ganze Wahnsinn noch führen soll!? Hier, bitte…
Wie? Das war’s? Ne, ne…mitnichten…
Auf dem Regiestuhl nahm hier der allseits bekannte George Eastman Platz, der uns bereits in unzähligen Italo-Schlockern als Darsteller von der Leinwand grüßen durfte. Eastman inszeniert seinen Film routiniert, geht keine großen Experimente ein und bietet den Fan des abseitigen Films genau das, was er erwartet und sucht. Auffällig sind die zahlreichen Storyelemente, die man bereits aus Cronenbergs „Die Fliege“ kennt – so schleicht auch Houseman, nachdem er sich sein Serum spritze, durch die Nacht, lässt sich mit Nutten ein und kann seine anfänglich neu errungenen Kräfte nicht kontrollieren.
Zu den wenigen Überraschungen zählt u.a. Laura Gemser, die hier einen ihrer letzten Film-Auftritte hat. Ansonsten bietet uns Eastman einen sehr routinierte Monster-Achterbahn, die in einem unglaublichen Finale ufert. Inhaltlich nichts neues, die Umsetzung dürfte aber selbst dem kampferprobten Trashfan ein Lächeln abringen…
Fatality:
Kleiner, unauffälliger Horrorschinken, den man sich gepflegt Sonntagnachts zum krönenden Abschluß der Woche reinziehen kann. Innovationen gibt es keine. Eastman inszeniert seinen Film sehr geradlinig mit einigen kleinen Matscheffekten als jeweilige Szenenhöhepunkte. Für den Horrorfreak wohl ungeeignet, für den B-Fan durchaus mal einen Blick wert.
Krypton McKracken











































