Ding aus dem Sumpf, Das

(The Swamp Thing), USA, 1982, ca. 89 Min.
Veröffentlicht: 24. September 2009




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1 Stimme(n), Ø 3,00 Köppe
„Jeder kämpft für sich. Und Gott gegen alle.“

In einem Geheimlabor tief in den Sümpfen Floridas – zwischen Aluwänden und Reagenzgläsern – hockt Dr. Alec Holland, zusammen mit seiner Schwester im Geiste, um die Menschheit vor dem Hunger zu retten – denn bald werden sechs Milliarden Menschen die Erde bevölkern – zuviel um alle zu ernähren (Bevölkerungsstand Februar 2009: 6,7 Milliarden). Deswegen müssen neue Nutzpflanzen gezüchtet werden – um selbst auf den entlegensten und unwirtlichsten Orten der Erde dem Homo Sapiens als Nahrungsquelle zu dienen. Doch das Ergebnis der Wissenschaft ist kein nahrungsspendendes Grünzeug, sondern…

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Tja, da hat mal wieder jemand Pöses (mit p!) dem guten Wissenschaftler einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Weltenretter vom Dienst war sich seines Erfolges schon sicher – grüne Suppe für die Welt! Hunger weg! Alles gut! Doch dann kommt die Killertruppe (inlusive David „Mondo Brutale“ Hess!) vom rivalsierendem Dr.Arcane vorbei und schießt alles klein. Der jute Holland wird mit der Suppe übergossen und in den Sumpf geworfen, sein Love-Interest darf schreiend durchs Unterholz rennen. Zum einen um die Spielzeit zu verlängern,…

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…zum anderen damit Holland genug Zeit hat um zum grünen Monster-Matsch zu mutieren: Das Ding aus dem Sumpf. So stapft er wütend durchs Laub und knüpft sich einen Pösling nachdem anderen vor…alle sterben sie…mittels Umfallen, Schreien oder Wild-gestikulieren, damit das Rating noch kinderkompatibel bleibt…

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Schaut der Zuschauer auf die Uhr, so wird ihm nun auffalen, dass bereits eine Stunde vergangen ist – die sich hauptsächlich mit dem Herumlaufen durchs Geäst beschäftigt. Wer jetzt aber glaubt, dass der Streifen hier nichts mehr zu bieten hat und seinen Zeigefinger bereits in Richtung Stopp-Taste schiebt, dem sei gesagt: erst jetzt kommt der Film so richtig in Fahrt und verwandelt sich in eine wahre Tour de Force des Trashsfilms!

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Der taffe Bruno (Nicholas Worth – hat bereits „Darkman“ das Leben schwer gemacht) schafft es das Sumpfding einzufangen. Arcane obsiegt! Holland wird eingekerkert – und beim gemütlichen Abenddinner darf sich die pöse Lordschaft selber feiern. Doch ein richtiger Pösling von Welt will nicht nur die uneingeschränkte Macht inne haben – nein – er will selber die uneingeschränkte Macht sein. Vom Größenwahn verleitet, kippt sich Arcane, nachdem er es bereits mehr oder weniger an Bruno getestet hat,…

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…selber die grüne Suppe den Rachen hinunter. In der Hoffnung der Übermensch von morgen zu werden. Doch dies ging ja mal voll daneben…

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Arcane mutiert zum ungelenkigen Werewolf mit starren Blick, während Holland samt Love-Interest und dem verkleinerten Bruno im Gepäck durch die KATAKOMBEN von Arcanes Südstaaten-Domizil zu flüchten versuchen, die natürlich über einen direkten Unterwasser-Geheimgang in die Sümpfe Floridas verfügen. Natürlich ist es nur eine Frage der Zeit bis Arcane sie aufgespürt hat und es zum Kampf der Titanen kommt. Da den Drehbuchautoren aber ein Gefecht zwischem dem Ding aus dem Sumpf und einem Werewolf wohl zu unspektakulär erschien, wird dem Arcane noch eine Waffe in die Pranke gepflanzt, die nicht natürlicher hätte wirken können: ein Schwert.

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So, wer jetzt nicht quikt, is’n Emo.

Die Beschreibung des Finalfights spare ich mir an dieser Stelle einmal – zumal sie eh nebelumhüllt ist und zu 90% aus Kopp-unter-Wasser-drücken besteht, aber gerade die letzten Filmbilder dürften die Existenz und Erwähnung dieser kleinen Trashperle rechtfertigen. Man glaubt es kaum, aber Wes Craven himself ist für diesen Trash-Horror verantwortlich – der sich, so scheint es zumindest, zu keiner Minute wirklich ernst nimmt (ohne dabei aber humoristische Ansätze zu haben). Craven wollte die Regie bei dem Film unbedingt übernehmen, da er den größeren Studios beweisen wollte, dass er als Regisseur auch in der Lage ist spannungsreiche Actionfilme zu inszenieren. Dies dürfte zumindest den extrem langen Mittelteil erklären, in dem Adrienne Barbeau rund 30 Minuten durch den Sumpf gejagt wird. Überraschenderweise tut sich Craven damit recht schwer – als ernsten Action-Horror kann man den Film nicht ansehen. Aber hey, es ist Wes Craven, der Schöpfer von „Hügel der blutigen Augen“ und „Nightmare on Elmstreet“, von daher braucht er sich eh für nichts mehr zu rechtfertigen. Auch nicht für wabbeligen Latex, dichten Nebel, holprige Explosionen, dicke Brüste (auch vorhanden – und zwar reichlich), saftige MG-Salben, durchgeschwitze Hemden, dreckige Katakomben und vollkommen verwirrte Schauspieler.

Fatality:
Vier Schädel für Wes Cravens Trash-Gurke. Hat man den Mittelteil überstanden und kracht unvorbereitet in das Ende, explodieren alle Nervenstränge im Kopp gleichzeitig. Versprochen. Ach, ne. Doch nicht. Nach dem Lesen des Reviews wisst ihr ja was auf euch zu kommt…naja…was soll’s…

Haare: 5%
Latex: 6%
Sumpf: 90%


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Der Autor...
Krypton McKracken


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    Ähhhhh…wieso isn das das alte Format? Son Käse….

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    Ah, Fehler gefunden. Ggf. Reload.

  • Moonwalking Dead

    UIiii,der zieht sich und dann bricht die Hölle los.War ganz OK.Aber da schaue ich mir lieber Das Grüne Ding Aus Dem Sumpf an.