Doom Asylum

(Doom Asylum), USA, 1987, ca. 77 Min.
Veröffentlicht: 28. November 2010


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1 Stimme(n), Ø 4,00 Köppe
„That is beginning to sound like mass-delusion. Like this famous Zurich case when everyone thought that it was raining Frankfurters.“

Und wieder einmal obliegt es einem tapferen VideoRaider aus den finsteren Verliesen des US-amerikanischen C-Horrors eine Trashperle auszugraben, an der sich keine andere deutschsprachige Filmwebsite bisher heranwagte. Es ist auch nicht sehr verwunderlich, denn dieses Werk darf als filmische Lobotomie betrachet werden.

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Wir wissen nicht wie es passiert ist (oder vielleicht schon und ich hab’s nur verpennt…), doch nach einem desaströsen Autounfall, in dem der geliebte Mitch seine Ehefrau in spe verlor – muss man sich ungefähr so vorstellen – …

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…erwacht dieser auf dem Autopsie-Tisch einer recht zwielichtigen Heilanstalt wieder auf. Halb vergammelt versteht sich (obwohl dies aus budgettechnischen Gründen wohl nur sein Gesicht und die Unterarme betrifft). Nun könnte man meinen, da haben ’ne Horde Mad Scientists mal wieder an Leichen rumgespielt und der gute Mitch muss es ausbaden. Ist aber nicht so.

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Wie erwähnt, wir wissen nicht wie und warum, aber der gute Mitch ist aus seiner (vermeintlichen) Totenstarre wieder erwacht und mordet nun munter umher. Zumindest gilt dies für die beiden Pathologen. Namen sind mir entfallen. Nennen wir sie einfach mal Herr Miami und Herr Vice. Überrascht von den Zuckungen, die der Mitch von sich gibt, weichen sie einen Schritt zurück – einen Schritt zu wenig. Denn der gute Mitch ist nicht nur reichlich verwirrt, sondern über den Tod seiner geliebten Frau recht erbost – so dass er Herrn Miami und Herrn Vice ein Skalpell in die Brust rammt.

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Wir springen 20 Jahre (oder zwei Wochen – im Grunde wurscht) in die Zukunft. Das einst angesehne Sanatorium ist mittlerweile eine Ruine. Denn nach einer Anzahl an unaufgeklärten Mordfällen (ach…), hat man die Bude leergeräumt. Einer alten Legende nach, soll es in dem Schuppen bis heute noch spuken. Schaut man sich an, wer sich dort mittlerweile eingenistet hat, kann man diesem auch uneingeschränkt zustimmen. Eine Punk-Band (whooopidu – Hammer und Sichel auf der Trommel), bestehend aus drei zugedrogten Mädels (könnte auch das Haarspray dran schuld sein), haben die verlassenen Hallen zu ihren Proberaum auserkoren. Wo der Strom herkommt? Weiß der Geier. Warum sie nichtmal synchron zur Musik spielen? Weiß der Geier. Was ihre Existenzberechtigung ist? Siehe Geier.

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Zu dieser Runde an gescheiterten Existenzen gesellen sich gleich weitere. Ein Trupp von hippen Großstadt-Kids. Das schmeckt den Punks nicht – ist das alte Sanatorium doch ihr Revier („Oh shit, the bourgeoisie are here!“). Der Kulturschock ist vorprogrammiert.

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Oder nicht. Nachdem die zwei gegensätzlichen Gruppen aneinandergeraten sind, werden sie auch schon auf ein Minimum reduziert. Quasi als dritte Kraft im Film schleicht ja noch der gute Mitch durch die Gemäuer…

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…und bringt einen nach den anderen um. Relativ unspektakulär, dafür mit hohem Latex-Anteil. Immerhin.

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Im Grunde war’s das schon. Wirklich.

Aufstand der Wahnsinnigen. Die Mädels dürfen sich in Bikinis (nur Bikinis, wohlgemerkt) durch ein altes Gemäuer schreien, während sie von einem Verrückten mit Seziermessern bewaffnet verfolgt werden. Als akkustische Untermalung wird auf einem Synthesizer rumgekloppt, für den Titelsong wurde „House of the rising sun“ verwurstet. Die Effekte sind zahlreich, aber nicht nennenswert. Erfahrene Recken auf dem Gebiet des Trashfilms-Kampfes wird es trotzdem unterhalten – weil hohl. Und zwar total. Von der eigentlichen Schauspielkunst brauchen wir hier nicht lange reden, denn sie existiert quasi gar nicht. Stellt euch die hohe Kunst des Schauspiels wie einen planetaren Mond vor, der direkt neben einem Neutronenstern parkt. Die Schauspieler in diesem Film sind der Neutronenstern. Heißt: sie reißen mit ihrem Talent alles in den Abgrund und vernichten es bis auf die atomaren Bestandteile. Glaubt ihr nicht? Bitte sehr…

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Die eigentliche Story ist auch nicht wirkich der Rede wert – zusammengeschustert aus anderen Werken werden hier auch noch sämtliche Klischees abgerissen. Regisseur Richard Friedman verheizt hier wirklich alles im Kessel seiner Trashfilm-Lokomotive – egal, hauptsache die Lok donnert weiter vorran. Direkt auf den Zuschauer zu. Dieser fragt sich indes, was er da überhaupt zu sehen bekommt – ist es einfach nur ein schlechter Film oder vielleicht ein absichtlich schlechtes C-Fest? Vieles in diesem Film erscheint kalkuliert, anderes so trashig, dass man es eigentlich nicht planen könnte. Für den geneigten Fan des Genres ist es somit eine herrliche Trash-Bombe. Ihr denkt, ihr habt bereits die grottigsten Trash-Filme gesehen? Den hier mit Sicherheit nicht.

Warum es diese unglaubliche Trash-Gurke niemals in die bundesdeutschen Videotheken geschafft hat, bleibt mir ein Rätsel. Und es ist auch sehr schade – mit einer herrlich dämlichen Synchro, kann mann den Trash-Hammer, der hier einem stetig auf dem Kopp haut, runde 10 Tonnen schwerer machen. Der geneigte Trashfreund kann somit auch nur auf eine US-amerikanische DVD oder VHS zurückgreifen, um dieses Werk zu begutachten. Und dies sei ihm wärmstens empfohlen. Was hier aufgefahren wird – naja, oder eigentlich eher nicht – braucht sich vor Klassikern wie etwa „Troll 2“ oder „Herrscher des Universums“ nicht verstecken.

Fatality:
Für die einen eine filmische Lobotomie – für die anderen ein Orgasmus. Genauso müssen Filme sein. Komplett mit Dauerwellen, abandoned places, mad scientists – and METALLICA! HAIL SATAN!

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*umgedrehtes Kreuz einfüg*


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Krypton McKracken