Krull

(Krull), Großbritannien, 1983, ca. 116 Min.
Veröffentlicht: 10. Mai 2009




Jetzt bei Amazon.de bestellen!
Offizielle Wertung:


User-Wertung:

1 vote, average: 4,00 out of 51 vote, average: 4,00 out of 51 vote, average: 4,00 out of 51 vote, average: 4,00 out of 51 vote, average: 4,00 out of 5
1 Stimme(n), Ø 4,00 Köppe
„Der Mann hat Rosinen in seinem Gehirnkasten.“

1983: Tief in den Verliesen Hollywoods schmiedeten eine Horde gieriger Studiobosse ein neues Franchise zusammen, welches auf dem beliebten RPG „Dungeons and Dragons“ basieren sollte. Doch kurz vor Produktionsbeginn lief die Lizenz aus – und wurde aus mysteriösen Gründen nicht erneuert. Also, schuf man eine neue Saga, einen neuen Helden, einen neuen Mythos. Namens…

5510 1 Krull

Mit der eigentlichen Story brauchen wir uns nicht sonderlich lange aufhalten, denn hier wird das volle Repertoire der verschwörerischen 80ies-Fantasy/SciFi-Gilde aufgeführt. Böser Herrscher, charmanter Held. A hero’s journey (aka. Monomythos) eben – ausstaffiert mit Spinnen, Blitzen, fliegenden Untertassen, Cybots, Laserkanonen, Frisbees, und ’ner Menge Styropor. Das Konzept der Hero’s Journey wird hier übrigens SEHR genau genommen – und so reist unser Held zu den Klängen eines versklavten Symphonie-Orchestars 120 Minuten durch rotbeleuchtete Höhlen,…

5510 2 Krull

…klettert über Berge,…

5510 3 Krull

…stapft durch nebelumhangende Sümpfe,…

5510 4 Krull

…finstere Wälder,

5510 5 Krull

…tänzelt über Wiesen,…

5510 6 Krull

…, gallopiert mit Feuerpferden über die Prärie…

5510 7 Krull

…und weiß der Geier, wo der sich überall rumtreibt. Verfolgt wird er hierbei immer von den Slayern (ich verkneif’ mir den Witz jetzt mal…), unterstützt von einer kunterbunten Truppe edler Recken. Ziel: Herrschaftsbereich der Omnipotenz, um diesen zu stürzen und Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit, usw. über das geknechtete Land zu bringen. Aber wat red’ ich mir hier den Mund fusselig (und das obwohl ich tippe!) – lassen wir Magnus sprechen, der vor geraumer Zeit die hinteren Rinden seinens Gehirns nach Erinnerungsfetzen auskratzte und es nicht hätte treffender zusammenfassen können.

5510 8 Krull

Geiler hätte ich die Story auch nicht zusammenfassen können… Das die ganze Geschichte für unsere Helden gut ausgeht, braucht nicht großartig erwähnt werden. Fantasy eben.

Was „Krull“ zu einem echten Schlachtschiff unter den Fantasy-Smashern der 80ern macht, ist natürlich weniger seine Story, die den zu erwartende Standard herunterspult, sondern vielmehr seine visuelle Umsetzung. Peter Yates fährt hier das volle Programm auf – von Matte-Paintings, Rück-Projektion, Motion-Capturing, Stop-Motion – und den Klassikern Nebelmaschine, Gummimaske und Rotleuchte (der Trailer oben dürfte Bände sprechen…).

5510 9 Krull 5510 10 Krull
5510 11 Krull 5510 12 Krull
5510 13 Krull 5510 14 Krull

Besondere Erwähnung müssen allerdings noch die Schauspieler finden – fast ausschließlich britische Charaktermimen, die wahrscheinlich aufgrund ihres starken Akzents den gewissen mystischen Touch für den US-Zuschauer liefern sollte. Ein junger Liam Nesson als auch Robbie Coltrane springen hier als Sidekicks durchs Bild. Während ein junger James Horner sich die ersten Sporen bei einer Big-Budget-Produktion verdiente. Schade, dass es nie zu einer Fortsetzung kam…

Fatality:
Fantasy-Bombe der 80er, die trotz einiger Längen neben „Flash Gordon“ geflissendlich zur Krone des britischen Fantasy gezählt werden darf.


avatar
Der Autor...
Krypton McKracken