Bubba Ho-Tep

(Bubba Ho-Tep), USA, 2002, ca. 92 Min.
Veröffentlicht: 29. Juni 2007




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„No offense, Jack, but President Kennedy was a white man.“
- „They dyed me this color! That’s how clever they are!“

Nach einer kurzen Kreativpause, die durch das Herunterfilmen unzähliger „Das Böse“-Sequels dringend nötig war, besinnte sich Don Coscarelli auf seine Stärken zurück und knallte uns was ganz besonderes vor die Linse…

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Die IMDB erläutert diesen meiner Meinung nach ganz besonderen Film kurz und knapp:

„Elvis and JFK, both alive and in nursing homes, fight for the souls of their fellow residents as they battle an ancient Egyptian Mummy.“

Und in der Mitte dieses kurzen, knappen Satzes steckt die Quintessenz dieses Films, nämlich „fight for the souls“! Besser hätte man es nicht erklären können, denn „Bubba Ho-Tep“ erzählt wahrlich von einem Kampf um die Seelen, und zwar um die Seele der wahren USA – die Seele des Rock´n´Roll und die von einigen dutzend Bewohnern eines Altenheims in der amerikanischen Provinz. Hier macht nämlich eine seelenfressende Mumie aus dem alten Ägypten ihre nächtlichen Runden, um sich an den dementen und wehrlosen Senioren zu laben. Aber sie hat ihre Rechnung ohne zwei wahre Amerikaner gemacht, welche hier durch Verschwörungen und Missverständnisse abgeschoben leben: John F. Kennedy (ein Afro-Amerikaner!) und Elvis (ein Bruce-Campbell-Amerikaner!). Zusammen jagen die Zwei trotz Behinderung und Alter den untoten Grobian zurück in den Sarg.

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Neben der absichtlich trashig gehaltenen Hauptstory mit Plastikmonstern, rasenden Rollstühlen, B-Movie Mystery und jeder Menge Nonsens, hat Bubba Ho-Tep aber auch eine etwas nachdenklichere Ebene. Thematisch wird sich hier mit dem Altern und dem Verblassen von menschlichen Existenzen auseinandergesetzt, wenn Elvis und John F. Kennedy abgeschoben mit anderen Personen in einem Altersheim verrotten und von Niemandem, nicht einmal sich selbst, respektiert werden. Prägend sind traurige und melancholische Szenen, welche so gar nicht in den B-Movie passen mögen und aus „Bubba Ho-Tep“ einen teilweise ernsten Film machen.

Fatality:
Hier schlagen die guten alten USA zurück, komplett mit „Purple Heart“-Verdienstorden, Rock´n´Roll, Charme und dem alten Präsidenten JFK. Eine Hommage an eine leider vergangene, grossartige Kultur und ein verdammt lustiger und unterhaltsamer B-Movie, den Jeder und Jede einmal gesehen haben sollte.


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Der Autor...
Hellhaim