Er ist DER Mann, der härteste Cop Detroits. Einst ein angesehener Polizist, wurde er durch die Machenschaften des gierigen und schmierigen Industriebosses Dellaplane in Verruf gebracht. Er ist immer direkt und geradeheraus, kennt keine Gnade mit Verbrechern und wo er auftaucht gibt es Explosionen, Prügel und flotte Großstadtakrobatik. Und jetzt ist er, dessen Oberlippenbart Legende ist, die einzige Hoffnung Detroits eine beispiellose Mordserie an Gewerkschaftsbossen aufzudecken. Natürlich macht er dabei alle Frauen schwach, erst die blonde Millionärsfrau, dann die Soul-Sängerin.
Er ist: „Action Jackson“, der Hammer von Mo-Town!
Würde jemand behaupten, „Action Jackson“ sei klischeehaft, so würde er glattweg lügen. Denn: Dieser Film ist nicht klischeehaft, er ist das Klischee-Mutterschiff der amerikanischen Großstadt-Kriminalaction. Kein Stereotyp, kein Standard und kein vorhersehbarer Winkelzug wird ausgelassen. Das beginnt beim konsequent verrauchten Bild (Hey, es ist schließlich Detroit in den 1980ern!), geht weiter über Standard-Motive wie etwaErmittlungen in dunklen Bars, 80er-Typen wie den schusseligen Slapstick-Taschendieb und den cholerischen dicken Polizei-Chief, bis hin zum aalglatten (weißen) Mangnat-Bösewicht. Dieser ist der absolute Gegenpol zu „Action Jackson“: reich, dekadent, kaltblütig grausam und bewandert in Karate – dem 80er-Actionfilm-Sport schlechthin. Unser Held hingegen ist ein ehrlicher und hart arbeitender Cop, der alle seine Freunde/innen innig liebt und natürlich Boxer ist. Und ja, es gibt einen Endkampf in der Villa des Industriezaren Dellaplane. Zu selbigem Endgefecht reitet „Action Jackson“ natürlich mit einem roten Sportwagen – über die Treppe des Herrenhauses!
Auch die zahlreichen und üppigen Explosionen gehören hier zum Handwerk. Die grausamen Profikiller schlagen hier nicht etwa heimlich mit dem Scharfschützengewehr zu, sie sprengen lieber alles und jeden in die Luft – notfalls ketten sie die Bombe auch am Opfer fest. Die Kämpfe sind größtenteils handfeste Prügeleien. In der obligatorischen „Gefangen-in-der-Fabrik“-Szene wird aber auch ein Autoschweiß-Roboter zum Zanken verwendet. Hier sieht man dann auch, dass „Action Jackson“ nebenbei über (sehr) viele Muskeln verfügt.
Im Endeffekt ist dieser Film hier ein Prachtexemplar der Gattung „Action & Crime“, mit allem was dazugehört. Es gibt einen Auflauf an Hollywood-Veteranen/innen (Sharon Stone, Carl Weathers, Craig T. Nelson, uvm.) und absolut solides Filmhandwerk zu sehen. Und wie es in einer soliden Hollywoodgeschichte sein muss: am Ende ist unser Held natürlich mit der hübschen Soulsängerin (Vanity!) vereint, hat den Gangster verdroschen und seine Polizisten-Ehre wiederhergestellt.
Eine urtypische US-Polizeigeschichte mit viel Kitsch, Klischees und Stil. Taxi, bitte – ab in den Empire Club!
Hellhaim




































