Kampfgigant II, Der

(The Firing Line), Philippinen, 1991, ca. 87 Min.
Veröffentlicht: 3. März 2009




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„Das ist das M203, eine Kombination aus dem M16 und den M79-Granatwerfer. Das ist die Granate. Eine sehr gute Waffe.“
„Und auf was verdammt schießt man damit?“
- „Auf alles was unfreundlich ist.“

Reb Brown ist unverwundbar. Das weiß ein jeder. Ob als comichafter Heros Captain America oder als keulenschwingender Yor, der Jäger aus den Bergen – wo Reb auftaucht, fliegen die Fieslinge in hohen Bogen durch die Luft und die Kugeln und Laserstrahlen an ihm vorbei. Und so ist das auch in Süd-Amerika, Hort schnauzbärtiger Drogenkartelle und zwielichtiger Regierungen…

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Mark Hardin, Captain der US-Arme, hilft den Truppen eines süd-amerikanischen Tropenstaates bei der Ausrottung gammeliger Revolutionäre. Als der schmierige Commander Nunez den Rebellenführer ohne Gerichtsverfahren umnieten will, rastet Reb aus. Er fühlt seine ur-amerikanischen Grundwerte verletzt, schnappt sich ein MG und schießt Nunez über den Haufen. Dies hat Folgen: Reb wird geschnappt, gefoltert und soll hingerichtet werden. Selbst von seiner eigenen Regierung verlassen, schwört er Rache. Denn…

…man kann Reb bedrohen,…

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…man kann Reb einkerkern,…

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…man kann Rebs Freundin quälen,…

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…man kann Reb sogar foltern…

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…aber eines kann man nicht: REB STOPPEN!

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Zusammen mit seiner Freundin flieht er in den Dschungel und schließt sich dort den Revolutionären an – die nicht wirklich übel sind, sondern für Freiheit und Gerechtigkeit kämpfen, während die Regierung die Menschen unterdrückt und die US-Hilfe für ihre eigene Zwecke missbraucht. Reb ist klar – hier muss geholfen werden. Da die Revoluzzer nicht einmal bei einem Ego-Shooter über den ersten Level hinauskommen würden, entscheidet er sich, die Bastarde auszubilden…

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…um dann der Regierung und ihren Verbündeten mit seiner M203 und einer Horde Frauen den Krieg zu erklären!

Was anfänglich wie ein schnöder B-Actioner aus der Retorte daherkommt, ist auch am Ende noch ein schnöder B-Actioner aus der Retorte – mit einem Unterschied: Der Bodycount sprengt alle Grenzen. In den letzten 20 Minuten wird jeder Mann ans Set gekarrt um theatralisch die Hände in die Höhe zu reißen und umzukippen. Manch einer darf sogar per Sprungbrett durchs Bild fliegen, andere wiederum mit ihrem schmerzverzerrtem Gesicht gegen die Kameralinse knallen. Vollkommen egal wie – bei 50 Toten hab’ ich aufgehört zu zählen. Untermalt wird dieses wilde Gedresche mit ein und demselben Synthie-Sampel, das einem bereits bei dem Eröffnungstitel auf die Nerven geht. Macht nichts, die Mucke wird eh immer von einer Soundkulisse aus „Aaarrgghhh!“ und „Boooommm!“ übertönt…

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Da hört man auch nicht mehr das Zischen der Bierdose…und Bier kann man hier mindestens genauso viel zerdreschen, wie Reb Brown seine Feinde…

Fatality:
Schmackhaftes Kriegs-Podest mit ordentlich viel Schorse.


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Der Autor...
Krypton McKracken