Beastmaster – Der Befreier

(The Beastmaster), USA, 1982, ca. 113 Min.
Veröffentlicht: 16. März 2009


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„I’ve never seen a... pilgrim... who could use a staff the way you did.“
- „Ah, but sir - all pilgrims share a deep love of life. Especially their own!“

Hätte mir jemand schon früher gesagt, was für ein Wunderwerk des modernen Barbarenfilms „Beastmaster – Der Befreier“ ist, dann könnte ich mit lächelnder Miene sämtliche mir zur Begutachtung vorgeschlagenen Barbarensmasher zurückweisen und sagen: Ich habe „Beastmaster“ gesehen. Mich kann nichts mehr beeindrucken…

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Zugegeben: Erst nachdem ich vor geraumer Zeit (per Zufall) den zweiten Teil der „Beastmaster“-Trilogie vor die Augen bekam, bin ich auf diese Filmreihe richtig aufmerksam geworden. Mir waren die Streifen ohne Frage auch vorher schon ein Begriff und ich erinnere mich sogar wie Atrappe, Hellhaim und icke 1999 im dicken Metalteen-Alter vor den endlosen Regalen des „Videocenters Jürgens“ (mittlerweile outsourced by evil forces) standen und die Starlight-Hüllen in den Händen hielten. Unsere Aufmerksamkeit wich dann allerdings auf andere Fellunterhosen-Spektakel, wie etwa „Die Barbaren“, „Ator – Herr des Feuers“ oder „Thor – Der unbesiegbare Barbar“, ab. Und so zog dieser Streifen vollends an uns vorbei. Blasphemie möchte ich im Nachhinein beschämend sagen…

Nachdem Don Coscarelli im Alleingang und für gerade mal 300.000 Kröten „Das Böse“ (hierzulande aus nicht nachzuvollziehbaren Gründen beschlagnahmt) aus dem Boden stampfte, sprang er 1982 auf den Barbarenzug auf und drehte seine erste Big-Budget-Produktion: „Beastmaster – Der Befreier“. Denn was viele nicht wissen, dieser Streifen wurde für sage und schreibe 9 Mille produziert – inflationsbereinigt wären dies heutzutage 19.692.093 Dollares! Und es kommt noch besser – wofür hat Don die Kohlen verheizt? Für Gumminasen, Latexmasken, Monster und fette Helme…

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Im Königreich Unbekannt will der finstere Hofmagier Maax (der mit der Nase) König Zed vom Thron stoßen, da seine Frau ein Kind gebähren wird, dass ihn eines Tages im Kampfe niederstrecken wird (so sagt es die Dotterhexe voraus). Als der König von seinen Machetaten erfährt, entmachtet dieser Maax – doch eine seiner Angestellten, dickbrüstige Hexe mit mumifizierten Schädel, schleicht sich nachts in die königliche Kemenate und ermordert das Königspaar – das Kind wird aus dem Uterus der Königin in den Bauch einer KUH gezaubert (!), um nach der Geburt rituell vor blauem Feuer im Walde geopfert werden!

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Doch zum Glück wandert ein lumpiger Jäger (namenlos) durch den Forst, der dem Spuk ein Ende bereitet – die Hexe wird geköpft und das Baby, Dar sein Name, kommt in seine Obhut – wo er in einer 20-Hütten-großen Landwirtschafts-Community heranwächst – komplett mit Fechtunterricht und humanistischer Bildung (anzunehmen). Als gesunder, junger Mann jedoch, holt ihn seine Vergangenheit ein. Die Schergen Maax’ (nun mit Totenkopp-Ohrring) haben ihn ausfindig gemacht und slayen sein gesamtes Dorf. Dar überlebt als Einziger…

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…und wandert fortan ziellos durch die Steppe – bis er eines Tages auf Kiri trifft, eine entflohene Sklavin. Durch sie gerät er abermals in den Strudel vorzeitlicher Polit-Intrigen und nutzt dies um mit seinen tierischen Freunden im Gepäck (zwei Erdmännchen, ein Adler, sowie einem schwarzen Tiger) an Maax und seinen Gesellen Rache zu nehmen.

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Wie es in der barbarischen Urzeit nun einmal so ist, muss auch ein wackerer Held diese Aufgabe nicht komplett alleine lösen – und so trifft er nebenbei noch auf dem muskelbepackten Seth, früher rechte Hand des Königs, sowie dem Jungen Tal, dessen wahre Identität einen Storytwist bereithalten wird…

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Coscarelli fährt hier das komplette Programm auf und bietet neben „Conan – Der Barbar“, sowie „Talon im Kampf gegen das Universum“, wohl den besten „Sword ’n’ Sorcery“-Schinken der 80er. Don spielt sicher nach den Regeln einer „Barbarian’s Odyssey“ (Dorf wird niedergebrannt, junger Held schwört Rache, trifft auf seiner Reise auf Gleichgesinnte mit Muskeln, alle kloppen sich), doch zum Glück hat er hier auch das nötige Budget bei der Hand um es umzusetzen.

Leider war der Film ein Total-Flop – und so verkloppte Don seine gesamten Rechte an dem Werk. Erst durch unzählige Wiederholungen im Kabelfernsehen, kam der Streifen zu Ruhm und Ehre – und zählt heute zu den erfolgreichsten Filmen des US-Fernsehen, weswegen man wohl recht spät zwei Fortsetzungen, sowie eine komplette Serie nachlieferte. Auch in Deutschland wurde „Beastermaster – Der Befreier“ bisher nur auf Video veröffentlicht. Bekannteste Auflage dürfte das Verleih-Tape von Starlight sein (Zweitauflage). Aber als ob die Ignorranz hiesiger DVD-Anbieter diesem Werke gegenüber nicht schon schlimm genug wäre: In Deutschland ist bis zum heutigen Tage nur die recht verstümmelte Kinofassung veröffentlicht wurden – in der immerhin <b>23 Minuten</b> fehlen! Zu empfehlen ist von daher die US-DVD von Anchor Bay, die, die Jeans eines jeden Fans zum Platzen bringen wird. Abgesehen vom cool-relaxtem Audiokommentar von Coscarelli, bekommen wir hier endlich in der bestmöglichen Quali den „Director’s Cut“ geboten. Ein Import lohnt sich für dieses Werk auf jeden Fall.

Fatality:
Barbarensmasher der gehobenen Klasse – inklusive Latex und Raufereien, glühenden Lichtern, fiesen Monstren, viel Wald, wenig Rast. Fünf Zoschen wert.


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Der Autor...
Krypton McKracken