Rückkehr der reitenden Leichen, Die

(El ataque de los muertos sin ojos), Spanien, 1973, ca. 78 Min.
Veröffentlicht: 22. Oktober 2004




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„Ihr Teufel! Endlich haben wir euch! Ihr habt lang genug gemordet! Jetzt werdet ihr eure Verbrechen mit eurem Leben bezahlen! Ihr Ungeheuer!“
- „Armseelige Hunde. Denkt nicht, ihr habt uns besiegt. Wir Templer sind unsterblich. Wir werden aus unseren Gräbern kommen und uns rächen.“
- „Dann sollt ihr blind sein, bis zum jüngsten Tag. Und wenn ihr wiederkommt, werdet ihr das Dorf nicht finden, mit euren toten Augen. Los, blendet sie! Brennt allen die Augen aus!“

Ohne Rücksicht auf Verluste und detailierten Bezug zum ersten Teil hat Armando Ossori für den ersten Nachfolger der spanischen Horror-Tetralogie eine ähnliche Story kreirt und dazu nebenbei Bildmaterial aus dem Vorgänger recycelt.

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Ein kleines Dorf möchte die Verbrennung der Templer nachfeiern, welche vor über 500 Jahren stattfand und die Schreckensherrschaft selbiger beendete. Doch es kommt wie es kommen muss: Die Leichen steigen ausgerechnet am Jahrestag ihrer Verbrennung aus den Gräbern und ziehen Richtung Dorf. Unterwegs überfallen sie eine Bahnstation, stürzen dann über das Kaff ein und die letzten Überlebenden im Dorf verschanzen sich in der Kirche, da der Minister keine Soldaten schicken will, weil er dem Bürgermeister nicht glaubt. Am Ende lähmt das Tageslicht die Untoten und die Protagonisten entkommen. Daziwschen sehr viel Schreiereien, etwas Blut, verzweifelts Gesichtsausdrücke und vor allem Templer mit Athrose.

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Was diesem Film fehlt ist der morbide Charme seines Vorgängers: Die Ruinen wurden schlampig abgefilmt, Spannung will nicht so recht aufkommen und jeder Auftritt der untoten Templer wird mit nervigen Echo-Geräuschen unterlegt. Wenigstens geht man hier auf den Zustand der Pferde ein, welche endlich als untot entlarvt werden, aber ansonsten genauso zahm und flink sind wie in Teil 1. Die Geschwindigkeit der Templer bleibt jedoch gleich, was ihre Jagdversuche zu wahren Komödien werden läßt – vor allem wenn sie wild mit dem Schwert auf alles eindreschen was Geräusche macht. Denn unsere gammeligen Templerfreunde sind in diesem Teil BLIND (in Teil 1 eigentlich auch), jagen also nach Gehör. Trotzdem können sie aber wieder Türen erkennen und perfekt vom Pferd springen. Was diesen Streifen seinem Vorgänger jedoch voraus hat, ist der NOCH enormere Trashfaktor. Die meisten Charaktere sind dermaßen platt und typisch, dass sie fast einer Parodie entstammen könnten: Der gierige, fette Bürgermeister, der seine Schläger auf Fremde hetzt und in der Krisensituation die Steuergelder mopsen will, der stramme Held mit dem roten Strandbuggy, der alle Frauen schwach macht, das kleine nervige Mädchen, welches sich verhält wie ein Cassettenrecorder und deswegen immer in Gefahr gerät oder natürlich der muskulöse Schläger im Holzfällerhemd mit grau angemalten Haaren – ganz zu schweigen vom verbitterten Buckligen names MODO.

Highlights ist zweifelsohne der Kampf der Dorfbewohner mit Heugabeln (die übrigens auch im Mittelaltervorspann verwendet wurden) gegen die reitenden Leichen, die Schlägerei vor dem Dorffest (Bud Spencer ist dagegen ein Meister der realistischen Kampfchoreographie) und jeder Angriff der Untoten (wie immer im Kriechtempo). Die Musik wurde teilweise aus Teil 1 übernommen, es gibt etwas mehr Splatter/Gore, dafür aber auch weniger Spannung.

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Fatality:
Dem Vorgänger sehr ähnlich, fast ein Remake. Nicht so niveauvoll, dafür aber extrem trashig.


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Der Autor...
Hellhaim